Bewusster Umgang mit Emissionen
Bewusster Umgang mit Emissionen
Unser Ziel:
Bewusster Umgang und damit Veränderung der Emissionen.
CO2-Ausstoß 2024
CO2-Äquivalente | CO2-Ausstoß | |
Scope 1 | 62.574.425 kg | 31,98 % |
|---|---|---|
Wärme | 29.832.813 kg | 15,25 % |
Fuhrpark | 27.437.759 kg | 14,02 % |
Kältemittel | 5.303.853 kg | 2,71 % |
Scope 2 | 25.111.896 kg | 12,84 % |
Strom | 24.378.680 kg | 12,46 % |
Fremderzeugte Wärme | 733.216 kg | 0,37 % |
Fernkälte | 0 kg | 0,00 % |
Scope 3 | 107.956.941 kg | 55,18 % |
Fremdlogistik | 65.826.105 kg | 33,65 % |
Anfahrt Mitarbeiter | 13.119.745 kg | 6,71 % |
Vorkette Strom | 10.580.343 kg | 5,41 % |
Vorkette Kraftstoffe | 6.433.992 kg | 3,29 % |
Vorkette Wärme/Kälte | 5.207.079 kg | 2,66 % |
Miet- und Privatfahrzeuge | 6.180.354 kg | 3,16 % |
Büropapier | 374.424 kg | 0,19 % |
Wasser | 205.281 kg | 0,10 % |
Flüge | 26.421 kg | 0,01 % |
Bahnfahrten | 3.197 kg | 0,00 % |
Gesamt-Ergebnis | 195.643.262 kg | 100 % |
Für 2025 liegen noch keine gesicherten Werte vor.
CO2-Ausstoß 2023
CO2-Äquivalente | CO2-Ausstoß | |
Scope 1 | 59.835.034 kg | 28,89 % |
|---|---|---|
Wärme | 28.717.333 kg | 13,87 % |
Fuhrpark | 23.945.747 kg | 11,56 % |
Kältemittel | 7.171.954 kg | 3,46 % |
Scope 2 | 26.845.200 kg | 12,96 % |
Strom | 26.341.377 kg | 12,72 % |
Fremderzeugte Wärme | 503.824 kg | 0,24 % |
Fernkälte | 0 kg | 0 % |
Scope 3 | 120.400.516 kg | 58,14 % |
Fremdlogistik | 62.109.189 kg | 29,99 % |
Anfahrt Mitarbeitende | 30.470.300 kg | 14,71 % |
Vorkette Strom | 11.104.506 kg | 5,36 % |
Vorkette Kraftstoffe | 5.614.887 kg | 2,71 % |
Vorkette Wärme/Kälte | 5.095.921 kg | 2,46 % |
Miet- und Privatfahrzeuge | 5.306.013 kg | 2,56 % |
Büropapier | 467.030,37 kg | 0,23 % |
Wasser | 200.541 kg | 0,10 % |
Flüge | 26.989 kg | 0,01 % |
Bahnfahrten | 5.141 kg | 0,00 % |
Gesamt-Ergebnis | 207.080.751 kg | 100 % |
Bewusster Umgang und damit Veränderung der Emissionen
Der Lebensmittelhandel verursacht Emissionen entlang der gesamten Lieferkette. Die von uns direkt beeinflussbaren Emissionen entstehen unter anderem durch den Transport, den Betrieb der Märkte und unsere Produktionsbetriebe. Wir arbeiten kontinuierlich daran, unseren Ausstoß an Emissionen zu verringern.
EDEKA Südwest berichtet seit 2021 den absoluten CO2-Wert in seiner Klimabilanz (Scope 1 und 2, zum Teil auch Scope 3) und berechnet seither weitere Bereiche wie Kältemittel (Scope 1), Fremdlogistik, Anfahrt Mitarbeitende, Wasser und Büropapier (Scope 3). Als Maßeinheit werden CO₂-Äquivalente genutzt.
Bei den zusätzlich berechneten Bereichen gelten folgende Einschränkungen:
- Betrifft nur die Fremdlogistik von EDEKA Südwest, ohne Produktionsbetriebe.
- Der Kältemittelverbrauch der Bäckereien wird in 2024 erstmals mit einbezogen.
- Beinhaltet auch Bestellungen von Büropapier des selbstständigen Einzelhandels.
Die Klimabilanz für 2024 wurde analog dem Vorjahr mit einem Tool berechnet. Der Bereich Fremdlogistik wird in dem Tool nicht abgebildet, daher haben wir in diesem Bereich die Faktoren der vergangenen Berechnungen herangezogen.
Die Emissionen aus fossilen Wärmeenergieträgern sind annähernd auf Vorjahresniveau.
Im Bereich Fuhrpark sind die Emissionen im Vergleich zu 2023 wieder gestiegen. Hier beziehen wir erstmals neben dem Kraftstoffverbrauch des Eigenfuhrparks auch den Kraftstoffverbrauch für die Abhollogistik, Leergut-Shutlle und Dieselstapler mit ein. Auch im Bereich der Auslieferung über Fremdspeditionen verzeichneten wir einen ca. sechsprozentigen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr und somit eine Erhöhung bei den daraus resultierenden Emissionen. Im Bereich der Fremdspeditionen resultiert diese Steigerung daraus dass im Vergleich zu den Vorjahren erstmals auch die Belieferung zwischen den Logistikstandorten in die Berechnung mit einbezogen wurde. Um im Bereich Logistik die Emissionen zu reduzieren, setzen wir weiterhin auf das bei uns im Einsatz befindliche Telematik-System Fleetboard, welches das Fahrverhalten der Fahrerinnen und Fahrer analysiert und hilft, dieses hinsichtlich ökologischer Gesichtspunkte zu verbessern.
Seit 2014 vergeben wir bei der Fahrerprämie die zusätzliche Qualitätskomponente “Fleetboard Note”. Basierend auf den Daten des Fleetboard-Systems bieten wir kontinuierlich Coachings für die LKW-Fahrerinnen und -Fahrer an. Durch die Ausstattung von Neufahrzeugen mit effizienten Kühlsystemen werden zusätzlich Kraftstoff und CO2-Emissionen eingespart. 95 % unserer LKW erfüllen die EURO6-Abgasnorm. 2024 kamen die ersten LNG-Fahrzeuge bei EDEKA Südwest zum Einsatz. Diese wurden im Geschäftsjahr 2025 mit weiteren 71 auf nun insgesamt 78 LNG-Fahrzeuge ausgebaut. Die Betankung der eingesetzten LNG-Fahrzeuge erfolgte ausschließlich durch Bio-LNG. Auch für alle zukünftigen Bestellungen setzen wir auf alternative Kraftstoffe, wie LNG-betriebenen Fahrzeuge mit dem Ziel, die Diesel-LKW in den folgenden Jahren vollständig zu ersetzen. Bis Ende 2030 sollen in die Anschaffung von insgesamt ca. 300 Fahrzeugen mit alternativen Energien und die Bio-LNG-Tankstelleninfrastruktur rund 120 Mio. Euro investiert werden. Durch diese Maßnahmen könnten wir im Bereich Verkehr – nach unseren eigenen Berechnungen – jährlich ca. 20.000 t CO2 einsparen.
Mit der Klimabilanz 2024 berechnen wir erstmals auch die Verbräuche der Kältemittel bei unserem Produktionsbetrieb Bäcker. Der Verbrauch insgesamt konnte weiter reduziert werden Gerade der sukzessive Umstieg auf natürliche Kältemittel in den Märkten, in der Logistik und Produktion leisten hierbei einen entscheidenden Beitrag.
Seit Januar 2022 bezieht EDEKA Südwest für die Logistik- und Dienstleistungszentren sowie die Produktionsbetriebe der Großhandlungen ausschließlich Ökostrom aus europäischer Wasserkraft. Im Bereich der Regie-Märkte war der Stromverbrauch durch die Privatisierungen rückläufig.Insgesamt lässt sich die Reduzierung auch auf den gesunkenen Emissionsfaktor im Bereich Graustrom zurückführen. Dieser ist im Vergleich zum Vorjahr durch den Rückgang des Kohle-Anteils, sowie der Steigerung der Erzeugung aus erneuerbaren Energien, um über fünf Prozent gesunken.
Im Bereich der fremderzeugten Wärme verzeichneten wir 2024 im Vergleich zum Vorjahr wieder einen deutlichen Zuwachs bei der Emissionsbelastung. Die Steigerung ist ca. zur Hälfte auf den gestiegenen Emissionsfaktor zurückzuführen. Der Rest zeigt sich im mehr als verdoppelten Verbrauch bei unserem Produktionsbetrieb Frischkost. Hier wurde aufgrund eines Ausfalls in 2023 als Übergangslösung auf Öl umgestellt. In 2024 dann wieder wie zuvor auf Erdgas.
Weiterhin zeigt sich eine Verschiebung bei den Dienstreisen. Im Vergleich wurden ein Drittel weniger Bahnreisen gebucht. Dafür wieder mehr Dienstreisen mit dem Auto angetreten. Dies spiegelt sich in den gesunkenen Emissionen bei den Bahnfahrten und bei der Erhöhung der Emissionsbelastung durch Miet- und Privatfahrzeuge. Die Flugreisen lagen annähernd auf Vorjahresniveau.
Zu einer deutlichen Reduzierung kam es im Bereich der Anfahrt der Mitarbeitenden. Der Emissionsfaktor ist gegenüber dem Vorjahr um ca. 51% gesunken. Zum einen wurden die bisherigen Transport-Emissionsfaktoren in unserem Tool durch aktualisierte Werte ersetzt. Die neuen Faktoren folgen durchgängig einem Well-to-Wheel-(WTW)-Ansatz, während in der Vergangenheit mit einem Infrastrukturaufschlag gerechnet wurde, der nicht dem üblichen Standard entspricht. Dadurch sind einige Emissionsfaktoren deutlich niedriger ausgefallen, insbesondere bei PKW mit einer Reduktion von rund 40 % sowie bei Motorrollern mit etwa 64 %. Zum anderen zeigen aktuelle Daten (u.a. Statista 2024) Veränderungen in den länderspezifischen Pendelgewohnheiten. Diese weisen auf eine geringere Nutzung des Autos und eine stärkere Verlagerung hin zu öffentlichen Verkehrsmitteln sowie zu aktiver Mobilität wie Radfahren und Zufußgehen.
Die Einsparungen beim Büropapier sind darauf zurückzuführen, dass alle Bereiche ihre Arbeitsabläufe optimieren und weitestgehend digitalisieren. Auch der Umzug vieler Fachbereiche in das neue Dienstleistungszentrum mit dem Fokus auf dem papierlosen Büro trägt zu dieser Entwicklung bei.
9,2
Mio. kWh Strom
erzeugen jährlich 39 Standorte mit PV-Anlagen. Dies würde – nach eigenen Berechnungen – rechnerisch ausreichen um rund 2.300 Vier-Personen-Haushalte mit Strom zu versorgen.
23.107
Tonnen CO2
konnte EDEKA Südwest – nach eigenen Berechnungen – seit der Einführung von Fleetboard bei LKW einsparen (Zeitraum: 2010 bis 2025). Der Dieselverbrauch konnte in diesem Zeitraum insgesamt um circa 8,5 % gesenkt werden.